Eine Karte, die zeigt, was Hamburgs Ampeln gerade tun — gebaut aus offenen Daten der Stadt.
Jeder Punkt auf der Karte ist ein einzelner Signalgeber — nicht eine ganze Ampelanlage, sondern die Lichtzeichen für eine Fahrbeziehung: diese Fußgängerfurt, jene Linksabbiegerspur, dieser Radweg. Eine mittelgroße Kreuzung bringt es so auf gut zwanzig Punkte, die größte im Bestand auf 111.
Ein Klick auf eine Kreuzung öffnet die Einzelheiten: alle Signalgruppen, gegliedert nach Fußgängern, Kraftfahrzeugen, Rad und Bus, jeweils mit dem aktuellen Zustand. Gleichzeitig werden die Fahrspuren eingezeichnet und in der Farbe ihres Signals dargestellt — man sieht dann unmittelbar, welche Ströme gerade freigegeben sind und welche warten.
Quelle ist der Datensatz „Traffic Lights Data Hamburg“ aus dem Transparenzportal der Freien und Hansestadt Hamburg, bereitgestellt unter der Datenlizenz Deutschland Namensnennung 2.0 (dl-de/by-2.0). Hamburg veröffentlicht darin die Prozessdaten von etwa der Hälfte seiner Lichtsignalanlagen über eine OGC-SensorThings-Schnittstelle.
Der Kartenhintergrund stammt von OpenStreetMap-Mitwirkenden.
Dass gut 8.000 Signalgeber angelegt sind, aber nie etwas senden, ist keine Störung dieser Seite: sie liefern in der Quelle keine Daten. In der Legende stehen sie als noch nicht gemeldet und bleiben auf der Karte dunkel.
Die Signalbilder kommen nicht über wiederholtes Abfragen herein, sondern über eine ständige Verbindung zum Nachrichtendienst der Stadt: rund 230 Meldungen je Sekunde, jede der Bruchteil einer Sekunde alt. Der naheliegende Weg über die gewöhnliche Abfrageschnittstelle scheidet aus — ein einziger Durchlauf über alle Signale dauert dort rund 19 Minuten.
Der Dienst läuft nur, solange jemand zusieht. Ist zehn Minuten lang niemand auf der Seite, trennt er die Verbindung und der Server hat mit dem Projekt nichts mehr zu tun. Der erste Besucher danach sieht deshalb kurz einen Ladeschirm: die knapp 20.000 Signale müssen erst einzeln abonniert werden, was etwa anderthalb Minuten dauert. Angezeigt wird die Karte erst, wenn genug beisammen ist — ein halb gefülltes Hamburg wäre irreführend.
Rot, Gelb und Grün sind die naheliegende Wahl und zugleich die schlechteste: Grün und Gelb liegen für Menschen mit Rot-Grün-Sehschwäche so dicht beieinander, dass sie kaum zu trennen sind. Der Farbsehmodus in der Tafel links ersetzt Grün deshalb durch Blau — nachgemessen sind die Zustände dann sicher unterscheidbar.
Rot-Gelb wird überall zweigeteilt gezeigt, unten rot und oben gelb, so wie die Anlage selbst es zeigt. Als einfarbiger Punkt wäre es auch bei vollem Farbsehen kaum von Rot zu unterscheiden.
Der Sparmodus daneben zeichnet ohne Leuchtschein, in einfacher Pixeldichte und ohne die rund 8.000 Signalgeber, die gar nichts melden — in der Stadtansicht ist das etwa die Hälfte aller Punkte, und sie sind ohnehin nur als dunkler Fleck zu sehen. In der Legende bleiben sie durchgestrichen stehen, damit der Unterschied zwischen „gibt es nicht“ und „gerade ausgeblendet“ sichtbar bleibt. Das lohnt sich auf älteren Rechnern, Tablets und Telefonen, wenn das Verschieben der Karte hakt.
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